Trainingscamp von 28. bis 31.05.2014

Die abschließenden (und härtesten) Trainingseinheiten vor der Wettkampfsaison fanden für die laufstilanalyse.de Athletinnen und Athleten im Bayerwald Trainingscamp statt. Dabei ging es bei 4 sehr intensiven und auch langen Trainingstagen so richtig zur Sache. 3 km Schwimmen, knapp 400 km mit ca. 7000 Hm Rad und 3 Bergläufe auf den Kaitersberger Kreuzfelsen standen auf dem Programm.

Mittwoch: Berglauf und Schwimmeinheit

Am Mittwochmittag fuhr ich bei strömenden Regen und warmen 10 Grad nach Bad Kötzting zum Hotel Post. Viele Athleten waren schon vor Ort. Dank des schlechten Wetters musste Ralf die geplanten Einheiten etwas schieben. Trotzdem konnten wir am Ende alle Einheiten durchziehen. Am Nachmittag legten wir eine Schwimmeinheit in zwei Gruppen ein. Um 17 Uhr trafen wir uns dann zum Streckencheck der Laufstrecke auf den Kaitersberger Kreuzfelsen. Gleich nach 2 Kilometern mussten wir durch kniehohes Wasser laufen, da eine Wiese durch die starken Regenfälle unter Wasser stand. Ich markierte die Strecke mit Trassenband, damit am nächsten Tag beim Laufteil des internen Topperformerwettkampfes jeder den Gipfel finden würde. Locker liefen wir auf den 999 m hohen Kreuzfelsen und wieder zurück. Das Wasser stieg beim Rückweg nochmals an, so dass wir eine Freiwasserschwimmeinheit über eine Wiese einlegen mussten. Den Abend ließen wir gemütlich in der Gaststube ausklingen.

Donnerstag: Berglauf und Radeinheit

Um 10 Uhr liefen ca. 25 Laufstilanalyseathleten bei leichtem Regen locker zum Start des internen Berglaufes. Jeder war hochmotiviert. Startschuss und Go. Tom setzte sich gleich an die Spitze und ich folgte ihm mit Abstand. Ich kannte die Strecke ja vom Berglauf „Kine vom Kaitersberg“. Nach ca. 4 Kilometern kam Ralf mit riesen Schritten und kassierte mich ein. Ab Reitenberg ging es nur steil nach oben und ein Lauf war fast nicht mehr möglich. Nach 40:02 Minuten erreichte ich den Gipfel des Kreuzfelsens nach 6 Kilometern und 600 Hm. Ralf und Tom waren schon über 1 Minute vor mir auf dem Gipfel, aber trotzdem war ich ganz zufrieden. Am Nachmittag legten wir bei leichten Regen und kühlen Temperaturen noch eine Radeinheit ein. Wir fuhren von Kötzting bis Lohberg, dann Brennes, Bretterschachten, Bodenmais und zurück. Ziemlich durchgefroren kamen wir nach 75 km, 1300 Hm und 3 Stunden wieder im Hotel an. Zum aufwärmen gingen wir in die Sauna und dann in die heiße Dusche. Den Abend ließen wir wieder bei einem leckerem Essen ausklingen.

Winkl in Action:

Freitag: Radeinheit und Koppelberglauf

Heute war eine längere Radausfahrt durch Tschechien geplant. Diesmal ohne Regen fuhren wir um 9 Uhr in Richtung Osten los. Es bildeten sich mehrere Gruppen. Ich fuhr mit Wolfi, Christoph und Hans. Die Straßen in Tschechien waren katastrophal. Viele Schlaglöcher und verschmutzte Fahrbahnen standen uns im Weg. Leider fing es wieder zu Regnen an und teilweise hatten wir nur 6 Grad. In Bayrisch Eisenstein entschieden wir uns über den Arber (Brennes und Bretterschachten) wieder zurück zu fahren. Nach 125 Kilometern, 2500 Hm und 5 Stunden erreichten wir wieder das Hotel. Im Hotelzimmer wartete schon Christoph auf mich, da wir zusammen auf den Kreuzfelsen laufen wollten. Gleichzeitig waren Brigitte (32 Schwangerschaftswoche) und Kathrin mit der kleinen Johanna (32 Tage alt) schon von Reitenberg zur Kötztinger Hütte wandertechnisch unterwegs. Raus aus den Radklamotten, rein in die Laufklamotten und schon ging es zum dritten Mal innerhalb 3 Tage auf den Kreuzfelsen. Nach 45 Minuten standen wir auch schon wieder auf dem Gipfel, diesmal ganz ungewohnt, bei blauem Himmel und Sonnenschein. Von hier liefen wir locker zur Kötztinger Hütte, wo uns die drei Mädels (eigentlich fast Vier, Grins…) schon erwarteten. Wir aßen eine leckere Suppe und dazu gab es leichtes Weißbier. Langsam marschierten wir dann später wieder zum Parkplatz, wo wir dann gemeinsam zurück ins Hotel fuhren. Nach der Dusche trafen wir uns am Abend mit den anderen Laufstilanalyseathleten in der Gaststube. Kathrin, Christoph und ihre Kleine fuhren später wieder nach Hause. Brigitte blieb bei mir und ich musste nicht mehr alleine die Nacht verbringen.

Samstag: Radeinheit im Wettkampftempo

Nach dem Frühstück packten Brigitte und ich unsere Sachen, weil wir schon heute abreisen wollten. Da wir unseren ersten Hochzeitstag feierten, wollten wir den Abend gemeinsam bei einem Candle Light Dinner verbringen. Zuerst musste ich aber noch ein Einzelzeitfahren über 132 km und 2500 Hm absolvieren. Dies war dann der dritte Teil des Topperformer Wettkampfes. Um 9:30 Uhr startete die erste Gruppe, bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Silvia machte die Führung und Roland, Wolfi, Mane und ich hinterher. Von Kötzting fuhren wir wieder auf den Arber (Bretterschachten), von dort weiter nach Arnbruck und dann über Eck nach Arrach in die zweite Runde auf den Arber. Auf der Scheibn holte mich Ralf ein, der eine halbe Stunde später gestartet war. Silvia war außer Sichtweite, dafür konnte ich Wolfi und Roland auf sicheren Abstand halten. Nach 4h 52 Minuten erreichte ich wieder Kötzting, wo mich Ralf und Silvia schon erwarteten. In kurzen Abständen kamen die weiteren Athleten ins „Ziel“. Nach einer kurzen Pause mit Wurstsemmel, Brezn und Cola von der Tankstelle, fuhr ich zu Brigitte nach Hause. Die anderen bereiteten sich auf das anschließende Schwimmtraining vor. Beim internen Topperformerwettkampf holte ich mir den 4. Platz was mich extrem freute.

Fazit: Verregnetes, aber top organisiertes Bayerwald Trainingscamp, das jedem super viel Spaß machte und die Laufstilanalysegemeinschaft noch mehr förderte. „Gefällt mir…“

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